Bindeanleitung:
Zutaten:
Haken: z.B. VMC Hochseehaken Gr. 3/0
Bindeseide: unbedeutend
Schwanz: ein Bündel Flashabou-Fäden, Sekundenkleber
Körper: Flashabou und ggf. ein Plättchen
Beschwerung: konzentriert Bleidraht im Kopfbereich
Augen (optional): Kunststoffaugen auf Draht
Länge: 20-25cm
Binder des
Ursprungmusters: Thomas Wyrwich
Zunächst werden die Augen hinter dem Öhr eingebunden. Alternativ zu den
Augen kann man auch eine Kopfbescherung mittels Bleidraht auf dem
ersten Drittel des Hakenschenkels einbinden.
Danach wird ein Bündel
Flashabou als Schwanz eingebunden. Vorsicht: Weniger ist hier oft mehr!
Je nach Muster lassen sich verschiedene Farbtöne
hierbei abmischen.
Tipp: Etwas Sekundenkleber in den Anfang des Schwanzes (auf 2-3cm)
verhindert perfekt ein Eintailen der Fliege!
Der Körper wird mittels Dubbingschlaufe mit Flashabou von hinten nach
vorne gedubbt. Für das "Eintwisten" des Flashabous wird dieses auf eine
Länge von ca. 8-12cm zugeschnitten. Auch hier ist weniger oft mehr!
Für ein Extravolumen kann man zusätzlich ein "kleines Plättchen" auf
dem Schenkel einbinden. Diesen Schritt setzt man noch vor dem Twisten
des Körpers an. Das Flashabou steht somit etwas vom Schenkel ab und
kann nicht ganz eng anliegen. Als Plättchen kann man z.B. einen
einfachen Hemdknopf verwenden - neben all den Plättchen, die der
Fachhandel unlängst bereits anbietet.
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Zur
Fliege im Wasser:
Diese Fliege hat ein sagenhaft lebhaftes Spiel unter Wasser. Man kann
sie extrem langsam einholen, und sie sieht dennoch sehr "echt"
aus.
Durch die schweren Augen oder die Bleibeschwerung erhält diese Fliege
einen deutlichen
"Jigging-Effekt" (Auf- und Abspiel).
Ein sehr erfolgreiches Muster gerade für große Hechte - in Seen,
Flüssen und an der Küste.
Das Flashabou nimmt kein Wasser auf, und somit kann man diese Fliege
auch in Extremgrößen noch sehr gut werfen. Stimmen Sie die Größe und
insbesondere das Volumen mit ihrer Schnurklasse ab.
Für die niedrigeren Schnurklassen verwenden Sie etwas weniger Volumen,
und entsprechend sorgt auch bereits etwas weniger Bleibeschwerung für
ein optimales Jigging!
An Plätzen, an denen besonders weite Würfe notwendig sind, empfiehlt
sich der Einsatz dieser Fliege mit sehr kleinen (oder durchaus gar
keinen) Augen.
Gegebenfalls erzeugt eine konzentrierte Bleibeschwerung im Kopfbereich
für
das "Jigging" der Fliege.
Wenn Sie mit Augen fischen, achten Sie darauf die Fliege mit einer sehr
kleinen Schlaufe anzuknoten. Denn sonst vertüdellt sich die Schlaufe um
die Augen und ein Bruch ist vorprogrammiert!
Es gilt stets, eine optimale Mischung aus Bleimenge und Materialmenge
in
Abhängigkeit des verwendeten Schnurgewichtes zu finden!
Herzlich Ihr
Bernd Ziesche
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